Wieder
auf der Nordinsel angekommen freuten wir uns auf ein paar erholsame
Tage bei Laurie und Jan, unseren Bekannten vom Campingplatz, bei
denen wir schon einmal zu Besuch waren. An der Kapiti Coast nördlich
von Wellington angekommen, wurden wir sehr herzlich empfangen. Für
uns wurden die beiden wie unsere neuseeländischen Großeltern und
wir vermissen es jetzt schon mit ihnen abends vorm Fernseher zu
sitzen und einen neuseeländischen Sender namens "Deutsche Welle"
zu schauen. Auch einen Besuch im Park mit einer
Miniatureisenbahnfahrt (Laurie ist riiiesen Eisenbahn-Fan) konnten
wir uns nicht entgehen lassen:) Außerdem waren wir am Strand und
haben eine ihrer Töchter besucht, welche ein tolles Grundstück mit
Blick über die ganze Umgebung hat. So schwer es auch war goodbye zu
sagen, machten wir uns nach einigen Tagen wieder auf die Reise Richtung Ostküste. Auch einen Halt in Hastings am Apfel-orchard, auf
dem wir gearbeitet haben, musste sein, auch wenn wir uns nicht
getraut haben einen Apfel zu stehlen:D Napier haben wir uns auch
wieder kurz angesehen bevor es weiter Richtung Nordosten ging. Unser
Ziel war ein Campingplatz an einem schönen Fluss in der Nähe von
Wairoa. Von der Mahia Peninsula, die wir am nächsten Tag besucht
haben, hatten wir uns eigentlich mehr erhofft, auch wenn wir an
einigen schönen Buchten vorbeigekommen sind. Da es weniger zu sehen
gab als erwartet sind wir dann noch spontan nach Gisborne gefahren.
Hier haben wir uns wie immer die Stadt und ihre Geschäfte angesehen,
sowie einen Strand. Danach ging es wohl zu einem der schönsten
Campingplätze auf denen wir waren, da war uns der Preis schon fast
egal. Hier in Eastland kann man als erster den Sonnenaufgang
beobachten, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen konnten. Das
frühe Aufstehen hat sich aber definitiv gelohnt:) Nächstes Ziel war
das East Cape. Bevor wir dort angelangten, haben wir uns noch einige
Bays angesehen, u.a. die Tolaga Bay, wo man die mit 660 m längste
Pier Neuseelands besichtigen kann. Angekommen am östlichsten Punkt
Neuseelands sind wir direkt zum Leuchtturm gefahren, bzw. gelaufen.
Oben angekommen hatten wir uns wieder mal mehr erhofft, aber die
Aussicht war trotzdem schön. Die Einheimischen sagen, dass hier der
neue Tag erstmals auf festen Boden trifft, auch wenn das nicht so
ganz stimmt, da es ja noch einigen Inseln gibt, die näher an der
Datumsgrenze liegen. Ein Muss ist auch hier der Sonnenaufgang. Als
dann seehr früh der Wecker ging, waren wir uns nicht mehr so sicher,
ob wir uns wirklich morgens um 6 die (mindestens!:D) 400 Stufen antun
wollen. Da ich aber deswegen eigentlich dorthin wollte, sind wir dann
doch aufgestanden und wurden eine Stunde später mit einem
wunderschönen Ausblick belohnt. Danach sind wir vorbei an
einigen Stränden, den Städten Opotiki und Opape nach Whakatane
gefahren (mit Aussicht auf Neuseelands einzige aktive Vulkaninsel
White Island). Dort haben wir uns ein wenig umgeschaut, waren an
einer Höhle und einem kleinen Wasserfall.



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| Gisborne |
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| Sonnenaufgang vom Campingplatz (aus dem Auto) |
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| Tolaga Bay + Pier |
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| Eastcape |
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| Sonnenaufgang am Eastcape |
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| Versammlungshaus |
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| Opotiki (?) |
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| in Whakatane |
Da
mir der Adrenalinkick beim Skydive damals irgendwie ein wenig gefehlt
hat, haben wir beschlossen noch einen Bungyjump zu machen. Anna und
Justin haben uns einmal von einer recht günstigen 5er-Kombi in einem
Adventure Park in Rotorua erzählt, die wir dann auch machen wollten.
Angekommen im Agroventures Adventure Park ging es los mit dem sog.
“Shweeb” (aus dem deutschen, schweben), einer Art Schwebebahn,
die man selbst durch Pedalen und Schaltung wie beim Fahrrad antreibt.
Nach einem kleinen Rennen über drei Runden à 200m ging es schon
weiter zum “Swoop”. Hier wir man in einem Sack befestigt langsam
40m in die Höhe gezogen (Horror für mich obwohl ich eigentlich
keine Höhenangst habe:D), muss oben angekommen eine Reißleine
ziehen (Giulias Aufgabe) und fällt dann erst mal einige Sekunden im freien Fall
Richtung Boden. Danach schwingt man noch ein paar mal hin und her.
Das Schlimmste war echt zu sehen wie weit man gleich fällt. Nach
diesem Schock mussten wir erst mal kurz relaxen bevor es dann zum
“Freefall Xtreme” ging. Unter dem Motto “Learn to fly”
konnten wir uns im Windtunnel einige Minuten wie Superhelden fühlen,
oder eben wie beim freien Fall beim Skydive. Das Video ist definitiv
sehr witzig geworden (wir brauchen dringend ein Lifting!):D Als
nächstes stand dann die Fahrt mit einem Jetboot (450PS)an. Die drei
rasanten Runden waren ganz cool, aber ich hatte mehr erwartet. Danach
brauchten wir erst mal 'ne kleine Pause. Ich war so nervös und
wusste einfach nicht ob ich mich traue den Bungy zu machen. Nach
langer Überlegung hab ich Giulia erst mal hochgeschickt um mir das
ganze anzusehen. Auch wenn ich wahrscheinlich noch nie so aufgeregt
war hab auch ich mich dann doch getraut mich aus 43m nur an einem Seil
befestigt in die Tiefe zu stürzen. Als ich vorne auf dem
kleinen Vorsprung stand und der nette junge Mitarbeiter '3,2,1 Jump!'
gerufen hat habe ich mich einfach nach vorne fallen lassen und mit
meinem Schrei wahrscheinlich alle Tiere im benachbarten Tierpark
erschrocken:D Es war eine sehr gute Entscheidung zu springen und das
ist wohl ein Erlebnis, das ich niemals vergessen werde. Danach mussten wir uns erst mal erholen und waren noch am Lake Rotorua, wieder in den Government Gardens, Souvenirs
shoppen und in einem kleinen Maori-Dorf.
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| Swoop, bevor es losging (noch lache ich:D) |
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| nach dem Freefall Xtreme |
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| Bungy |
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| Government Gardens Rotorua |
In
Tauranga haben wir dann unterwegs auch noch kurz Halt gemacht und in
unserem Hostel von damals Hallo gesagt, uns die Geschäfte endlich
mal von innen angesehen, Fish'n'Chips essen und uns tatsächlich mal
was von Starbucks gegönnt:D Nach einigen Stunden ging es dann auf
unserer “Lieblingsstraße” nach Coromandel. Hier erwarteten uns
Joy, Regan und Linda von der Anchor Lodge wieder. Am nächsten Tag
hat dann auch direkt unsere Arbeit wieder angefangen, d.h. einige
Stunden die Zimmer saubermachen und aufräumen. Dieses mal arbeiten
wir zusammen mit Lea aus Deutschland, Abby aus China und Charlotte
und Angie aus Frankreich. Wir haben uns natürlich wieder alles
angesehen hier im kleinen Coromandel Town und sind auch wieder zur
Cathedral Cove und zum Hahei Beach gefahren. Den Sonnenuntergang
konnte man zwar nicht sonderlich gut sehen, aber es war trotzdem
schön. Außerdem waren wir mit den Mädels am Waiau-Wasserfall.
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| Lea, Giulia, Angie, ich, Charlotte, Abby |
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| Cathedral Cove |
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| Hahei Beach |
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| Waiau Falls |
Auch
den Norden wollten wir uns wieder ansehen, jedoch dieses mal die
Ostseite der Halbinsel. Also sind wir nach der Arbeit zusammen mit
Angie und Charlotte los und sind zu einigen Buchten und
Stränden gefahren. Einmal mussten wir erst an ein paar sehr schönen
Sanddünen vorbeigehen, um zum Strand zu gelangen. Die beiden haben
uns ebenfalls zum New Chums Beach, sowie zu zwei weiteren Stränden,
begleitet. Der Weg zum New Chums Beach sollte man bei Ebbe
bestreiten, da man über viele Felsen, die sonst vom Wasser bedeckt
sind, laufen muss. Leider bin ich am Strand angekommen mal wieder
eingeschlafen und habe somit nicht wirklich viel mitbekommen.
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Charlotte & Angie
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b.JPG) |
| New Chums Beach |





Was
wir uns ebenfalls nicht entgehen konnten lassen war das “Holi
Festival Of Colours” in Auckland. Hier war das ganze sogar umsonst,
also mussten wir nur die Farben und das köstliche indische Essen
bezahlen. “Holi” ist eigentlich ein indisches Frühlingsfest, wo
das Gute sozusagen über das Böse triumphiert. Als wir im “Hare
Krishna” Tempel etwas außerhalb von Auckland angekommen sind war
noch nicht sehr viel los, das änderte sich aber später. Es war sehr
interessant so einen Tempel mal in echt zu sehen. Nachdem wir uns mit
ausreichend Farbe eingedeckt haben ging es auch schon los. Die Musik
war traditionell aber natürlich lief auch viel internationale
Partymusik. Zwischendurch gab es auch einige traditionelle
Tanzaufführungen, was auch sehr schön anzusehen war. Auch wenn sehr
viele Inder dort waren, waren wir nicht die einzigen Nicht-Hindus die
“Krishna” (indisch: das Göttliche; Gott) zugerufen haben:D Ich
fand es war aber eine sehr tolle Erfahrung und ein gelungener
Tag...auch wenn uns danach im Supermarkt alle angeschaut haben, als
kämen wir von einem anderen Planeten:D
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| Holi Festival Of Colours |
In den nächsten Tagen fahren wir dann weiter nach Hamilton, danach nach Raglan und dann
feiern wir in Auckland in meinen Geburtstag rein bevor es in den
Norden geht.