Dienstag, 24. Februar 2015

From Christchurch to Wellington

Über mehrere kleine Orte ging es für uns nach Christchurch, wo wir am ersten Abend lecker essen waren und am nächsten Tag wartete nach einem Ausflug in die Stadt eine Gastfamilie auf uns. Wir wohnten zusammen mit Karina, Daniel, Maddy, Isaac, Jessy, Nivaeh und Eden in Woodend, ca. eine halbe Stunde außerhalb von Neuseelands zweit größter Stadt Christchurch.

Christchurch, welches vor wenigen Jahren (September 2010 und Februar 2011) von mehreren Erdbeben erschüttert wurde, hat leider sein schönes Stadtbild und einige Sehenswürdigkeiten verloren. Durch das schwerere Beben 2011 gab es auch leider 185 Tote. Auch wenn sich hier viele Leute um den Wiederaufbau kümmern und sich sehr bemühen, sieht die Stadt noch sehr zerstört aus. Viele Gebäude stehen zum Abriss bereit, einige wenige wurden schon wieder neu errichtet. Besonders bedrückend fand ich zu sehen, wie zerstört die Kirche auf dem Cathedral Square ist, der ganze Glockenturm wurde durch die Beben zerstört. Leider ist es sehr teuer die Kirche wieder aufzubauen, jedoch kämpfen die Bewohner um ihre geliebte ChristChurch Cathedral. Die Kosten für den Wiederaufbau der Stadt werden auf über 30 Mrd. $NZ geschätzt. Durch viele schöne und auch lustige Kunstgegenstände versucht man die Stadt ein wenig zu verschönern. Besonders gut haben uns die bunten Schafe am Straßenrand gefallen:D Auch ein sehr cooles Projekt ist ReSTART, wo viele Geschäfte einer zerstörten Mall in großen, farbenfrohen Schiffscontainern wieder eröffnet haben und eine neue kleine Mall bilden. Auch gut gefallen hat uns der botanische Garten, welcher sich über 30ha am Flussufer entlang erstreckt.
Canterbury Museum; botanischer Garten




Rosengarten



"Chalice" (2001)

ChristChurch Cathedral


tram



Nach getaner Arbeit haben wir dann mit den Kindern gespielt, waren mit der Familie an einem künstlich geschaffenen See in Pegasus (einer sehr künstlichen Wohngegend), in der Kirche, im Canterbury Museum oder im Theater. Unser Arbeit war teilweise im Haushalt, z.B. Kinderzimmer aufräumen, Küche sauberhalten oder kochen. An manchen Tagen haben wir auch im Garten geholfen. Das Grundstück war riesig, weshalb es viel zu tun gab. Die Familie hat außerdem jede Menge Tiere: eine Katze, 4 Gänse, jede Menge Hühner (+Küken), eine Kuh usw. Das Theater hat uns besonders gut gefallen, es war eine etwas modernere Interpretation von Peter Pan. Auch in der Kirche war es eigentlich recht interessant, besonders weil wir danach sehr vielen Leuten vorgestellt wurden, die sich über unseren Besuch gefreut haben. Die Familie war super nett, die Kinder soo süß und wir vermissen sie schon total. Wir haben gelernt, wie man eine Kuh melkt und Isaac hat uns gezeigt wie man Schlagzeug spielt (wollte ich ja schon immer mal lernen) :D An einem Nachmittag haben wir uns dann mit Philipp (ja kennen wir natürlich wieder mal aus Tauranga:D) getroffen und sind zum Sumner Beach gefahren.
Sumner Beach


Pegasus Lake


Woodend Beach


Außerdem haben wir natürlich die Banks Peninsula besucht, welche durch ihre viele kleine Buchten auf der Landkarte aussieht wie ein Zahnrad. Sie entstand vor etwa 8 Mio. Jahren bei zwei Vulkanausbrüchen. James Cook sichtete die Halbinsel 1770 und benannte sie nach dem Naturkundler Sir Joseph Banks. Wir haben uns dort einige der Buchten und die wunderschöne Stadt Akaroa ("langer Hafen" in der Sprache der Maori)angesehen, wo sich einst französische Siedler niedergelassen haben. Die Einwohner versuchen noch heute den französischen Charme des Städtchens aufrechtzuerhalten. Uns hat das sehr gut gefallen und natürlich mussten wir dann einen echten Crêpe essen:) Auch die Straßennamen sind größtenteils französisch.



Akaroa





Nach einer Woche Aufenthalt sind wir dann schweren Herzens weiter nach Kaikoura (Kai=Mahl; Koura=Langusten) gefahren. Laut einer Maori Legende ist die Halbinsel Kaikoura der Fußabdruck eines gottähnlichen Heldes, der den schweren Fisch (=Nordinsel) aus dem Meer gezogen hat. Durch günstige Strömungsverhältnisse ist die Halbinsel eine tierreiche Gegend, wo man u.a. Wale, Delfine und Albatrosse sehen kann. Im Hintergrund der kleinen Stadt und des wunderschön türkisfarbenen Meeres sieht man die Gipfel der Seaward Kaikoura Range. Wir haben hier den Kaikoura Peninsula Walkway, ein ca. 3stündiger Wanderweg entlang der Halbinsel, gemacht...und zwar zwei mal:D Beim ersten Mal sind wir entlang des Farmlandes auf den Hügeln gelaufen, bis wir sahen, dass man auch am Strand entlang gehen kann. Dies wollten wir dann am nächsten Tag machen, nur leider haben uns die Gezeiten einen Strich durch die Rechnung gemacht, und wir sind wieder oben rum gelaufen, bis man über einen steilen Weg runter Richtung Strand und Seal Colony gehen konnte. Hier konnte man den Robben sehr nahe kommen, vor denen wir echt Respekt hatten. Es hat sich aber gelohnt, da wir auch einige Babys gesehen haben, die von ihrer Mutter beschützt wurden. Die waren soooo süß:)
Kaikoura













happy seal




Von Kaikoura aus ging es dann nach Blenheim, eine kleine Stadt zwischen den Wither Hills und den Richmond Ranges, in der es nicht wirklich viel zu tun gibt, was für mich mal wieder ein Grund zum shoppen war (nein, mein Rucksack geht mittlerweile nicht mehr zu:D). Abends haben wir uns dort noch mit Lukas und Flo, welche wir aus Hastings kennen, getroffen und Pizza gegessen, ein Bier getrunken und sehr erfolgreich Billard gespielt:D
Blenheim



Da wir noch einige Tage bis zur Fährüberfahrt Zeit hatten haben wir noch einen kurzen Abstecher zu den Nelson Lakes, weiter im Landesinneren am nördlichen Rand der Südalpen, gemacht. Hier könnte man, wenn man nicht zu faul wäre, entlang der beiden Seen Lake Rotoiti und Lake Rotoroa wandern...oder sich einfach wie wir an den Kiesstrand legen und sich von Enten und Bienen angreifen lassen:D
leider der einzige Kiwi den wir gesehen haben

Nelson Lakes National Park



Wieder in Picton angekommen haben wir nach einem Ausflug in die Marlborough Sounds wieder einige bekannte Gesichter getroffen. Wir sind entlang des Kenepuru Sound, einer der größten der Sounds, gefahren und haben bei tollem Wetter einige wunderschöne Buchten gesehen. Am nächsten Morgen ging es dann also wieder Richtung Nordinsel, ein echt komisches Gefühl, da es sich irgendwie angefühlt hat als wären wir nur 2 Wochen statt 2 Monate auf der Südinsel gewesen. Die Überfahrt war total schön, aber seht selbst:

Marlborough Sounds





Fährüberfahrt







back on the North Island; Wellington


Momentan sind wir wieder bei Laurie und Jan, wo wir die letzten Tage ein wenig entspannt haben. Morgen geht es dann weiter Richtung Ostküste.