Montag, 20. April 2015

On the road again!

Nach einem weiteren schweren Abschied ging es also wieder weiter, unsere letzten Wochen genießen.
Anchor Lodge Team...I miss you!

Unser erster Halt war Hamilton. Jeder sagt "Was willst du in Hamilton?", "Da gibt's doch gar nichts zu sehen?!" usw...trotzdem wollte ich irgendwie dorthin:D Das Highlight der Stadt ist definitiv der sehenswerte (!) Themengarten. Der riesige Park mit verschiedenen Gärten, Seen und jede Menge Grünfläche liegt in der Nähe der Stadt. Mit relativ wenig Erwartungen dort angekommen sind wir gar nicht mehr aus dem Staunen herausgekommen. Es gibt hier verschiedene Themen wie z.B. " Chinese Scholars Garden" "Herb Garden", "Italian Renaissance Garden" und "Tudor Garden". Jedes Mal wenn man durch ein "Tor" geht tritt man in eine völlig neue Welt bzw. ein neues Land ein, da hier nicht nur die Pflanzen sondern auch viele Gebäude, Brücken oder Statuen gebaut wurden, um das Thema besonders gut darzustellen. Am besten haben mir der Chinesische und Italienische Garten gefallen. Ich hab zu Giulia gesagt "das ist Las Vegas für Arme"(der Parkeintritt war kostenlos) da man hier auf einen Schlag so viele verschiedene "Länder" zu sehen und eine echte Vorstellung bekommt wie es wohl in Japan, Indien oder China aussieht...es wurde sich echt so viel Mühe gegeben, das Land naturgetreu darzustellen. Ich muss sagen, ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Garten so begeistern könnte. Hier einige Eindrücke:


Tudor Garden

Italian Renaissance Garden



Chinese Scholars Garden


Indian Char Bagh Garden

Te Parapara


Japanese Garden of Contemplation

Danach fuhren wir vorbei an den 55m hohen Bridal Veil Falls weiter ins Surfer's Paradise Raglan. Nachdem wir uns die Stadt und eingie Strände angesehen haben stand Giulias Surfkurs an. Da ich mich dazu entschieden haben keine Surfstunde zu nehmen habe ich den ganzen Tag am Strand gelegen und einige Fotos von Deutschlands neustem Stern am Surferhimmel geschossen:D
Bridal Veil Falls


Raglan

(leider nicht Giulia)

meine ersten Surfversuche:D


 

Am nächsten Tag ging es nach einem kurzen Abstecher zum Waikato Harbour nach Auckland, Piha, Muriwai und Karekare Beach standen an. Auf Piha Beach habe ich mich besonders gefreut und wurde nicht enttäuscht.
Waikato Harbour
Piha Beach


Karekare Beach


Muriwai Beach

Danach ging es im Eiltempo Richtung City Center, auf der Suche nach unserem Hostel und nach einem Parkplatz. Donnerstags Abends um 7 in einer Großstadt, ein Tag vor Feiertag, etwas möglichst günstiges und Stadtnahes zu finden war dann doch schwerer als gedacht, dennoch konnte ich den letzten freien 6$ Parkplatz ergattern. Leider stand der Wecker dann aber auch nach einer Partynacht auf 7 Uhr, damit wir keinen Strafzettel bekommen (Ja wir hatten trotz des Feiertages Angst, man weiß ja nie:D).
Nachdem wir uns erst mal Tortillas gegönnt haben ging es Richtung Bar, wo zu unserem Erstaunen mal richtig was los war. Natürlich hat's uns gefreut, aber leider wurde dann pünktlich zu meinem Geburtstag um 12 wegen Karfreitag geschlossen. Nebenan hatte zum Glück noch ein Shisha-Café geöffnet, wo wir uns bei eiseskälte mit unseren neuen Bekanntschaften aus Neuseeland, Mexiko und Deutschland draußen noch unterhalten konnten. Viel Schlaf haben wir dann leider nicht bekommen aber es war ein gelungener Abend:)

Morgens ging es dann weiter zur letzten Etappe unseres Abenteuers: Northland.

Am ersten Tag ging es von Auckland über Mangawhai Heads und einige Buchten nach Waipu, wo wir eigentlich übernachten wollten, jedoch machte uns der Feiertag einen Strich durch die Rechnung, also mussten wir noch ein Stück weiter fahren. Tag zwei führte uns durch Whangarei, vorbei an den tollen Whangarei Falls, dem Town Basin und einigen Läden weiter nach Norden, wo wir an vielen Stränden halt gemacht haben und letztendlich im kleinen Whananaki übernachtet haben. Leider bin ich mal wieder krank geworden, was bei sowieso kalten Nächten im Auto nicht gerade angenehm war (wahrscheinlich auch nicht für Giulia...). Am nächsten Tag stand die Bay of Islands auf dem Programm, wo wir in Kawakawa (wegen der Hundertwassertoilette:D)Russell und Paihia Zeit verbracht haben. Da wir die Zeitumstellung irgendwie verpasst haben sind wir dann ungewollt um 7 morgens aufgestanden und waren schon Mittags um halb 3 mit unseren "Must-Dos" fertig und haben die Zeit im wunderschönen Paihia genossen haben. Dort hatten wir uns zuvor noch die Haruru Falls angesehen. Abends ging es dann lecker Essen (Daaaanke Mami:)) und am nächsten Morgen wieder ein Stück weiter nördlich nach Kerikeri, von wo aus wir die Rainbowfalls besucht haben. Auch die wunderschönen Strände der Matauri, Tauranga und Taupo Bay haben wir uns angesehen bevor es zur Karikari Peninsula ging, wo wir auf einem Campingplatz direkt an der Matai Bay übernachtet haben. Leider mussten wir seit der Uhrumstellung im Dunklen kochen, was sich auf den wenig ausgestatteten Campingplätzen als schwierig herausstellte. Auf den nächsten Tag habe ich mich besonders gefreut, denn es ging zum Cape Reinga, dem fast nördlichsten Punkt Neuseelands. Es war aber gleichzeitig auch ein komisches Gefühl, da es sich irgendwie wie das Ende unserer Reise angefühlt hat, da wir endlich "oben" angekommen sind. Aber natürlich ging es noch ein wenig weiter und zwar zu den Te Paki Sanddünen. Diese hatte ich mir trotz des Namens "giant dunes" nicht sooo riesig vorgestellt. Natürlich konnten wir uns das Sandboarden nicht entgehen lassen. Hier kann man sich ein Board ausleihen und damit die Dünen liegend herunterrasen, was sehr Spaß gemacht hat, wäre der Rückweg die Dünen hoch nicht so anstrengend gewesen. Auf dem Weg zum Ninety Mile Beach haben wir dann noch an der Spirits Bay angehalten und am Strand mit dem angeblich weißesten Sand der Welt.
Wieder Richtung Süden haben wir uns im Waipoua Forest den größten, ältesten Kauri Neuseelands angesehen, Tane Mahuta (Höhe: 51,2m, Durchmesser: 4,4m). Unser Campingplatz für diese Nacht war am wunderschönen Taharoa See, einer der Kaiiwi Lakes. Wenn man das Wasser sieht, denkt man eher, dass man in der Karibik wäre, leider gab es aber kein dazu passendes Wetter.
 
Mangawhai Heads



Piroa Falls

Whangarei

Whangarei Falls

Ocean Beach

  
Matapouri Bay

Hundertwasser-Toilette

Russell



Paihia



Haruru Falls
Rainbow Falls


Matauri Bay



Cape Reinga




Te Paki Sanddünen


Sandboarding

Spirits Bay

So wirklich weiß sah der Sand dann doch nicht aus:D

Tane Mahuta


Lake Taharoa
 Unser somit letzter Halt war in der Nähe von Auckland, wo wir jetzt unsere letzten zwei Wochen bei einer HelpX-Familiew verbringen. Wir wohnen ca. 45 Minuten weit weg von der Innenstadt in einem Regionalpark bei Jan und Debbie, deren beide Söhne schon ausgezogen sind. Außerdem wohnen hier noch Nicolas und Margaux aus Frankreich, die wie wir im Garten und Haushalt helfen. Wir kochen, machen sauber, jäten Unkraut oder schneiden Pflanzen zurecht. An einem schönen Sonntag Nachmittag waren wir dann noch mit den beiden "spazieren". Giulia und ich dachten wir laufen 10 Minuten zum Strand und das war's...dabei mussten wir jede Menge Berge hoch und runter und auch knapp vorbei am Wasser und Klippen klettern. Irgendwann wurde mir das dann zu doof und ich bin einfach durch's Wasser gelaufen:D Es gab aber sehr schöne Aussichten auf die Landschaft und einige Strände.


Glücklicherweise wurden wir unser Auto direkt beim ersten Treffen los (an ein koreanisches Ehepaar:D)...was bei uns aber auch Trauer auslöste, besonders bei Giulia. Danach mussten wir direkt shoppen gehen, zu Starbucks, Subway und Dunkin Donuts unser Geld direkt wieder raushauen:D

An einem unserer letzten Tage waren wir noch im Auckland Zoo, wo ich unbedingt hin wollte und es war ein super schöner Tag:) Wir haben uns wieder wie kleine Kinder gefühlt und waren echt begeistert, vor allem vom Kiwibird:) Da hier jetzt schon soo viele Fotos sind werde ich wohl noch einen letzten kurzen Blogeintrag über den Zoo schreiben.