Samstag, 1. November 2014

North & East of Coromandel Peninsula

Beautiful Cathedral Cove & (very) Hot Water Beach

Coromandel Peninsula im Frühling-immer wieder eine Überraschung. Das "April"wetter lässt grüßen...unsere letzten zwei Tage zusammengefasst:
Das Auto war gemietet, die Sachen gepackt, endlich stand nun unser langersehnter Ausflug an. Doch dann machte uns am Mittwoch das Wetter einen Strich durch die Rechnung, denn schon morgens gab es ein Gewitter und jeeeede Menge Regen. Unsere Laune war auf dem Tiefpunkt und wir wussten, dass wir bei diesem Wetter nicht zu einem unserer Traumziele der ganzen Neuseelandreise aufbrechen wollten. Deshalb hofften wir auf besseres Wetter am nächsten Morgen. Voller Optimismus starteten wir in unsere zwei Stunden Arbeit. Hier und da mal ein Sonnenstrahl, sonst bewölkt. Ok, damit können wir uns abfinden, dachten wir...doch dann fängt es natürlich wieder an zu regnen und stürmen, wie sollte es auch anders sein, wenn man sich seit drei Wochen auf diesen eine Tag freut. Da wir keine andere Wahl hatten fuhren wir (also Giulia:D) dann gegen 12 Uhr los...Natürlich erst mal in die falsche Richtung:D Als würde uns der Linksverkehr nicht schon genug verwirren. Als wir dann endlich heil an unserem ersten Ziel ankamen, Whangapoua, wo wir den New Chums Beach besuchen wollten, war das Wetter auch recht schön. Jedoch war der Weg zum Strand überflutet und wir hatten auch leider nicht genug Zeit um an den Strand zu wandern. Aber für diese Aussicht hat es sich trotzdem gelohnt einen kleinen Umweg zu fahren.

Danach machten wir uns also auf zur Cathedral Cove, wo erst einmal eine unerwartet lange Wanderung anstand, um überhaupt dorthin zu kommen. Als wir dann endlich unten waren, waren wir sprachlos, wie schön es dort ist. Wir hatten es uns ja echt schön vorgestellt, aber die Kulisse übertraf alle unsere Erwartungen. Wie die meisten von euch wissen, bin ich schon recht viel gereist, doch Cathedral Cove gehört definitiv zu meinen Highlights. Nach der Erkundung des ersten Strandabteils (mit kleiner natürlicher Wasserfalldusche) und dem Gang durch den gigantischen steinernen Torbogen gelangten wir zu einem echten Traumstrand. Das Wasser war unglaublich schön türkisfarben und der Sand fast weiß. Dann ist da noch der riesige Felsen, der die Kulisse perfekt macht. Auch kleinere Schauer konnten uns von diesem paradiesischem Platz nicht vertreiben, jedoch mussten wir nach einiger Zeit wieder los, da wir ja noch rechtzeitig zur Ebbe am Hot Water Beach sein wollten.








Der Hot Water Beach zeigt sich zwei Stunden vor bis zwei Stunden nach Ebbe nämlich von seiner besten Seite...sozusagen:D Denn dann kann man sich an einem bestimmten Strandabschnitt sein eigenes Thermalbad graben. Unter der sandigen Oberfläche befinden sich bis zu 170° heiße Gesteinsschichten, die das Wasser, auf das man beim Graben stößt, erhitzen. Teilweise war es nicht auszuhalten wie heiß das Wasser war. Hatte man aber eine passende Stelle gefunden, war es sehr angenehm, auch wenn die Luft sehr kalt war.


Auf dem Rückweg haben wir dann auch unser erstes Possum (ein Beuteltier), welche hier als Schädlinge gelten, gesehen. Meistens trifft man diese abends/nachts an.

Die Nordspitze der Coromandel Peninsula

Nach der Arbeit machten Giulia, Anita und ich uns auf den Weg in den wunderschönen Norden von Coromandel.
Bevor unsere große Reise begann, konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich meine Spiegelreflex mitnehmen sollte oder nicht. Einerseits ist die (+ Zubehör) ja nicht gerade leicht und zweitens hatte ich echt Angst, dass etwas kaputt geht. Gestern hat es sich (wieder mal) ausgezahlt, dass ich mich dafür entschieden habe, denn wir haben jede Menge Orcas (+ Babys) auf unserem Weg in den Norden gesehen, die ich dank meines Objektivs mehr oder weniger gut fotografieren konnte.
Leider ist die Qualität mehr schlecht als recht weil die Orcas viiiiel zu weit weg waren

Nach mehreren Fotostops an Stränden/Buchten hörte dann die geteerte Straße auf und unser Leihwagen musste aufgrund der Schotterpiste ein bisschen leiden. Die lange Fahrt über den kleinen, unebenen und kurvigen Weg hat sich jedoch gelohnt. Wir wurden oft mit wunderschönen Aussichten belohnt. Die Straße endet an der Fletcher Bay, einem Strand mit schwarzem Sand, der noch schön warm war als wir ankamen.






Auf dem Rückweg bin ich dann auch mal Auto gefahren..endlich:D Es war natürlich komisch mit dem Linksverkehr aber man gewöhnt sich denk ich dran.
Eigentlich wollten wir noch zu einem Wasserfall, jedoch hatten wir leider nicht mehr genügend Zeit. Wir wollten dann morgens gegen halb 8 hinfahren, haben uns dann aber abends nach einer Halloween-Party dagegen entschieden, da es doch etwas später wurde als gedacht.
Heute haben wir dann nach der Arbeit die Sonne genossen und waren im Pool und ein Eis essen:) Danach sind wir zu einem Strand um mal wieder den Sonnenuntergang zu beobachten.

Unser Steinturm


Das war jetzt der letzte Eintrag hier aus Coromandel, denn am Montag geht unsere Reise weiter. Wir fahren nach Tauranga in der Bay of Plenty und hoffen dort auf einen Job in den Obstanbaugebieten. Außerdem wollen wir bald nach Rotorua fahren.

Samstag, 25. Oktober 2014

Coromandel Town - klein aber fein.

Seit nun mehr als zwei Wochen arbeiten wir hier im Motel in Coromandel, wenn auch eine sehr eintönige und eher schlecht bezahlte Arbeit immerhin etwas. Pünktlich zum ersten Arbeitstag ging's mir auch wieder besser. Wir arbeiten als Zimmermädchen, müssen also Zimmer, Küche und Bad sauber machen bzw. aufräumen oder auch mal draußen im Garten helfen.
Leider bemerkten wir schnell, dass es hier im kleinen Coromandel Town nicht all zu viel zu sehen gibt außer einem Aussichtspunkt auf einem Berg und ein paar Stränden. Manchmal gehen wir nach der Arbeit entlang der Promenade Fahrrad fahren und besuchen dann einen der etlichen Strände (leider dank ständiger Ebbe nicht unbedingt zum schwimmen geeignet) oder schauen mit unseren Kollegen DVDs. Wir arbeiten zusammen mit Frances, Joan, Chrystal(China), Anita(Kanada), Stephane und Julie (Frankreich) zwischen 2 und 5 Stunden pro Tag. Des Weiteren habe ich mit Anita suuuper leckere Cookies und einen Käsekuchen gebacken, ich hoffe, dass wir das wiederholen:)

Frances, ich, Stephane, Julie, Giulia, Anita




Abends gehen wir dann raus und schauen den Sonnenuntergang, gucken wieder mal DVDs oder gehen in den Whirlpool und trinken ein leckeres "Bier" namens Cider.




Außerdem waren wir Fish and Chips essen (ein Muss, war sehr lecker) und danach alle zusammen in einem Pub Rugby gucken Australien vs. All Blacks (ebenfalls ein Muss). Die All Blacks haben natürlich gewonnen, wenn auch knapp. Endstand war 29:28. Im Pub haben wir dann zufällig Anna und Justin wiedergetroffen, mit denen wir uns schon in Auckland verabredet hatten. Wir waren total überrascht aber natürlich auch happy die beiden wiederzusehen.

Am nächsten Tag hat uns unser Chef Regan zum Fischen mitgenommen. Zuerst war ich eher skeptisch, ob das was für uns ist. Aber allein die Aussicht vom Boot auf die wunderschöne Landschaft war es schon wert. Als wir dann mit dem Angeln begannen, hat's eigentlich doch ziemlich Spaß gemacht, auch wenn wir uns selbst bei den kleinsten Fischen schon ziemlich anstrengen mussten :D Nach wenigen Minuten hatte ich dann auch schon den ersten Fisch an der Angel..leider war er laut den Vorschriften zu klein um ihn mitzunehmen :( Glücklicherweise hab ich dann später noch einen größeren (einen Snapper) gefangen, genau wie Frances. Die beiden Fische gab's dann zum Abendessen (natürlich nur die Filets). Giulia hatte leider nicht so viel Glück wie wir und musste ihren kleineren Fisch wieder zurück ins Wasser werfen. Außerdem haben wir Muscheln eingefangen, die anderen haben sie auch probiert, ich hab mich nicht getraut :D Neben vielen Fischen und Möven haben wir auch noch 2 Pinguine, Seesterne und einen Rochen gesehen. Auf dem Rückweg, kurz vorm Hafen, hatten wir dann kein Benzin mehr - ist angeblich noch nie passiert :D - und ein Mann in einem Ruderboot musste uns ans Ufer ziehen.






Rochen






Gestern waren Giulia und ich dann nach getaner Arbeit ein bisschen wandern. Wir haben gehofft, dass wir es weiter schaffen würden, mussten dann jedoch leider irgendwann zurückgehen weil wir uns mit Anita den Sonnenuntergang ansehen wollten. Danach haben wir dann noch die Sterne beobachtet, welche man hier sehr viel besser sehen kann. Ich habe sogar eine Sternschnuppe gesehen:)







Übrigens haben wir nach mehreren Versuchen und einem sehr teuren Telefonat endlich unsere Steuernummer.

Das war's jetzt erst einmal von hier, nächste Woche wird es wieder viel zu erzählen/sehen geben, denn wir fahren endlich in den Norden von Coromandel und in den Osten zum Hot Water Beach und zur Cathedral Cove :)

PS: Es sind dieses Mal ein paar mehr Bilder geworden, ich konnte mich einfach nicht entscheiden :P

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Welcome to the jungle - Unsere Zeit in Thames

Wir sind nun seit fast einer Woche bei unserer Host-Family (Peter, Anne & Max) in Thames. Thames ist eine ehemalige Goldgräberstadt und leider gibt es hier nicht ganz so viel zu sehen. Als wir ankamen sind wir dann Richtung Meer gelaufen und haben einen Weg durch einen Mangroven"wald" gefunden.
 


Das Haus der Familie ist außerhalb der Stadt mitten im Busch, hier stehen kaum andere Häuser, wir kommen uns vor wie im Dschungel. Es gibt so viele verschiedene Pflanzen und direkt neben dem Haus fließt ein kleiner Fluss, welcher in einen etwas größeren fließt, den man auf dem Weg zum Haus mehrere Male überqueren muss (bei sehr schlechtem Wetter unmöglich). Auch ein Wasserfall gehört zum Grundstück, wir haben ihn vor einigen Tagen über einen abenteuerlichen Weg besucht. 


Aussicht über das Grundstück der Familie (das Haus steht weiter unten im Krater)
                                     


Da es fast die ganze Zeit regnet sind die Wege mitten im Wald sehr rutschig und matschig (natürlich perfekt für ein kleines unfreiwilliges Schlammbad:D). Außerdem waren wir schon mit Peter im 'bush' Buggy/Jeep fahren, Adrenalinkick;) - natürlich sind wir nicht selbst gefahren:D Die Familie hat zwei zuckersüße Hunde (Oscar&Lolly), mit denen wir, wenn wir gerade nicht am Saubermachen oder Kochen sind, kuscheln. Manchmal gehen wir auch mit den Eltern und den Hunden 'for a walk'. Jeden morgen füttern wir die Hühner der Familie und sammeln die Eier ein. Endlich kommen täglich meine beiden neuen Lieblinge zum Einsatz: Mütze und Regenjacke. Abends kochen wir meistens und schauen uns danach englische Serien oder Filme an oder spielen Karten. Leider bin ich seit ein paar Tagen krank, aber das wird schon wieder.

  




die Familie hat übrigens auch noch Kühe
                                               


Morgen starten wir unseren ersten bezahlten Job, endlich! Wir werden in einem Motel/Hostel in Coromandel Town arbeiten (sauber machen, im Garten helfen usw.). Das Hostel hat einen Pool, einen SPA-Bereich, eine eigene Goldmine und eine Glühwürmchen-Höhle. Dort werden wir für ca. 4 Wochen bleiben und u.a. Ausflüge zum Hot Water Beach und zur Cathedral Cove machen.


Wir halten euch auf dem Laufenden, liebe Grüße aus Thames. :)

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Waiheke Island - Sonne, Strand & Mee(h)r

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir heute mit der Fähre nach Waiheke Island, eine Insel nahe Auckland im Hauraki Gulf, gefahren.  Angekommen wollten wir nicht wie alle anderen mit dem Bus fahren sondern auch was erleben und so entschieden wir uns für einen "Wanderweg" entlang der Nord- und Westküste. Der Weg bescherte uns einige Überraschungen und war teilweise sehr anstrengend und herausfordernd. Am Anfang der Strecke war der Weg überflutet, so dass wir über die Felsen klettern mussten, manchmal erkannte man erst gar nicht wo der Weg überhaupt hinführt, dann durften eigentlich "only experienced trampers" den Pfad betreten..war für uns natürlich alles kein Problem:D (ok, teilweise waren wir echt aus der Puste;) ). Auch wenn es uns vorkam, als würden wir die ganze Insel umrunden hat sich die Wanderung definitiv gelohnt, was gleich viele Fotos beweisen werden. Die Sonne hat die Tour für uns eigentlich nur mühsamer gemacht und sogar etwas Sonnenbrand beschert, aber wir wollen uns ja nicht über tolles Wetter beschweren :P Die Insel war wunderschön, die Vogelstimmen, die sich z.T. anhören wie Sirenen, Werbejingles usw. irgendwann nicht mehr so, aber es war natürlich trotzdem interessant mal was Neues kennenzulernen. Nach ca. 4 Stunden an unserem eigentlichen Ziel, der Oneroa Bay, angekommen dachten wir, dass es bis zur Fähre nicht mehr weit sein kann und wir nach einem kleinen "Bad" im Meer entspannt zurück können...natürlich nicht, denn wir haben uns erst mal verlaufen, sind dabei aber auf die Hekerua Bay(?), den wahrscheinlich 20. Strand für heute, gestoßen.                                                                                                                                                                                   
Jetzt folgen einige Bilder, ich konnte mich bei fast 300 nicht entscheiden:P




                                                                                 Ja, genau da sollte der Weg sein :D









                                                                                  Oneroa Bay

                                                                           verdiente Pause


                                                                   Hekerua Bay