Mittwoch, 21. Januar 2015

Endlich auf der Südinsel!

Schon mal im Voraus: es folgen sehr viele Fotos, ich konnte mich einfach nicht entscheiden..:P
Wie schon gesagt, sind wir morgens um 6 Uhr in Picton angekommen. Da wir so müde waren haben wir erst mal auf einem Parkplatz angehalten und noch ein wenig geschlafen. Danach sind wir über den Queen Victoria Drive Richtung Nelson gefahren. Ich hab leider kaum was mitbekommen und hab fast die ganze Fahrt geschlafen, das Wetter war aber eh nicht so überragend. Das was ich gesehen habe, war aber schon beeindruckend und schon anders als auf der Nordinsel. Angekommen in Nelson haben wir uns erst mal ein bisschen die Stadt und einen japanischen Garten angeschaut und sind dann zu unserer HelpX-Familie. Wir wurden sehr nett aufgenommen und haben auch schon gleich im Haushalt geholfen. Wir haben Fenster geputzt, den Abwasch gemacht und uns um die Wäsche gekümmert, welche bei drei kleinen Kindern nicht gerade wenig war. Abends haben wir uns dann richtig auf ein normales Bett gefreut. Am nächsten Tag haben wir dann wieder im Haushalt geholfen und sind danach noch zur traumhaften Cable Bay und zum Tahunanui Strand gefahren. Abends haben wir uns im Hafen den Sonnenuntergang angeschaut. Gartenarbeit war dann unsere letzte Aufgabe, welche uns bei gefühlten 30°C recht lange beschäftigte. Wir haben das Unkraut entfernt und Hecken geschnitten. Nach getaner Arbeit ging es dann hoch zum Center of New Zealand von wo aus man eine tolle Sicht über Nelson hat. Da uns der Tahunanui Beach so gut gefallen hat sind wir nachmittags wieder dorthin. Das Wasser war so warm, dass wir gar nicht mehr raus wollten. Des weiteren sind wir noch zum Center of New Zealand gewandert, welches auf einem Berg nahe des Stadtzentrums liegt.
Picton


japanischer Garten, Nelson


Yin und Yang


Cable Bay

Tahunanui Beach
 
Aussicht vom Center of NZ


 

Welcome to Paradise: Abel Tasman National Park

Abel Tasman ist mit 23.000 Hektar der kleinste, jedoch meistbesuchte Nationalpark Neuseelands . Der Park liegt im Norden der Südinsel an der gleichnamigen Tasman Bay und war der Ort der ersten Landung eines Europäers 1642 (der niederländische Seefahrer Abel Tasman) in Neuseeland. 300 Jahre später, also 1942, wurde der Park eröffnet und nach seinem Entdecker benannt.

Day 1:

Am 11. ging es dann für uns zum Abel Tasman National Park, um den Great Walk zu wandern (zumindest größtenteils). Wir sind von Marahau nach Anchorage gelaufen. Zuerst war es ungewohnt mit so viel Gepäck zu wandern, jedoch musste ja neben Zelt und Zubehör noch genügend Essen, Trinken und Kleidung für 4 Tage mitgenommen werden. Die 12,4km Hauptweg waren jedoch recht angenehm zu laufen. Da der Hauptweg jedoch nur durch den Busch ging, sind wir noch so ziemlich jede Abzweigung zu den Stränden gelaufen, was sich definitiv gelohnt hat. Das Wasser war so klar und hatte tolle verschiedene Farben. Es war so heiß, dass es uns nichts ausgemacht hat, dass das Wasser hier deutlich kälter war als in Nelson. An einer der ersten Strände, der Coquille Bay, bin ich mich natürlich auch direkt schon mal abkühlen gegangen. In Anchorage angekommen, waren mir dann jedoch zu viele Quallen im Wasser. Das gleiche Problem gab es leider schon unterwegs bei der Akersten Bay (?) und bei der Watering Cove, für die wir einen anstrengenden Umweg laufen mussten und sich die Abkühlung wirklich gelohnt hätte. Auf dem Campingplatz haben wir dann noch zwei deutsche Mädchen kennengelernt, mit denen wir abends immer zusammen gegessen haben.
 




Apple Tree Bay



Akersten Bay (?)

Watering Cove



Anchorage


Day 2:

Direkt schon mal im Vorraus: Tag zwei war für mich eindeutig der schönste. Die Strände waren traumhaft, das Wetter war gut und die Strecke nicht wirklich lange. Da wir früh genug losgegangen sind, konnten wir glücklicherweise noch den low tide track nehmen und haben so morgens die Torrent Bay überquert, statt ewig durch den Wald zu laufen. Die Schuhe mussten wir zwar ausziehen, da das Wasser nicht ganz zurückgegangen war, jedoch hat uns diese Abkürzung 3km erspart. Diese 3km sind wir zwar wahrscheinlich später wieder zu den Stränden gelaufen, aber da hab es ja wenigstens auch was zu sehen:P Manche Wege waren mit unseren Backpacks eher ungeeignet aber als wir dann an den Buchten ankamen wurden wir mit wunderschönen Aussichten belohnt. An der Sandfly Bay haben wir dann sogar eine 4-stündige Pause eingelegt, zum einen weil wir wie immer eingeschlafen sind aber zum anderen natürlich auch weil es dort einfach so schön war. Hier mündete auch gleichzeitig der Falls River, den wir vorher über eine 47m lange Hängebrücke überqueren mussten, ins Meer. Einen letzten Stopp legten wir dann an einer kleinen Bucht ein bevor wir in der Bark Bay ankamen. Ich könnte jetzt wieder ewig von dem schönen Wasser schwärmen aber seht einfach selbst:
Torrent Bay

Falls River

Sandfly Bay








Bark Bay



Day 3:

Definitiv nicht mein Tag. Der Sonnenbrand vom Vortag hat mir nicht nur die Nacht vermiest, sondern auch den eh schon steilsten und längsten Teil unserer Wanderung schwerer gemacht, als er eh schon war. Die über 13km lange Strecke ging größtenteils durch den Busch und machte sich durch die vielen Steigungen bei uns nicht gerade beliebter. Auch vom Sehenswerten her hat sich dieser Tag in Grenzen gehalten. Am Tonga Quarry haben wir angehalten und am Onetahuti Beach haben wir dann unsere Mittagspause eingelegt und wieder mal ein wenig geschlafen (unser Ritual an jedem Strand:D). Am Ende war ich ziemlich genervt von der Strecke und meine Füße und Beine haben sehr wehgetan, so dass ich total glücklich war, als wir endlich in Awaroa den Campingplatz erreicht haben.



Onetahuti Beach

Awaroa am Abend bei Ebbe...


Day 4:

Fing mit Regen und der Überquerung des Awaroa Inlets an. Hier muss man auf die Gezeiten achten, denn dieser Teil kann man nur 1,5 Stunden vor oder 2 Stunden nach Flut ohne komplett nass zu werden wandern. Nachdem diese “Wattwanderung” beendet war, ging es wieder weiter durch den Wald. Das schlechte Wetter hat leider ein wenig die Stimmung vermiest, wurde jedoch gegen Ende wieder besser. Da unser Wassertaxi erst nachmittags kam, haben wir uns an unserem Zielort, Totoranui, noch etwas sonnen lassen. Eigentlich wollten wir noch weitergehen, jedoch hat mich mein Knie dann im Stich gelassen und tut bis heute weh. Wie weit wir insgesamt gelaufen sind, können wir leider nicht sagen. Die Rückfahrt auf dem kleinen, aber sehr schnellen Boot war echt witzig und es war schön, die Buchten und Granitklippen auch mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wir haben auch noch kurz vor Tonga Island halt gemacht, wo wir einen Pinguin und einige Seelöwen gesehen haben. Die Insel war wunderschön, ich konnte jedoch leider keine Fotos machen, weil wir auf dem Boot nass wurden und ich ein bisschen Angst um meine Kamera hatte. Als wir dann in Anchorage anhielten, um noch Leute mitzunehmen passierte das, was passieren musste..wir haben Morten, den wir in Tauranga kennengelernt haben, mit seinen Eltern getroffen, worüber wir uns riesig gefreut haben. Wir wussten zwar, dass die drei auch zur Zeit im Park waren, aber es war natürlich ein riesen Zufall, dass sie mit dem selben Boot gefahren sind wie wir. Am Parkplatz ziemlich fertig angekommen, haben wir uns einfach darauf gefreut uns mal in Ruhe hinzusetzen und bald weiter Richtung Golden Bay zu fahren...Zu früh gefreut, leider ist unser Auto dann nicht mehr angesprungen, Akku vom Handy war nicht aufgeladen und Netz gab es sowieso kaum. Gott sei Dank hat uns dann nach längerer Fragerei ein Mann aus dem Café am Startpunkt geholfen. Zum Glück hatte die Batterie nach 4 Tagen Stillstand einfach kleine Startschwierigkeiten, trotzdem war das nach den langen Tagen echt nervig.
...und Awaroa am nächsten Morgen bei Ebbe



Totoranui

Am Abend ging es dann für uns nach Takaka an der Golden Bay und mittlerweile sind wir in Queenstown. Mehr über die Golden Bay, die Westküste und Queenstown erfahrt ihr in den nächsten Einträgen:)

Freitag, 9. Januar 2015

Windy Wellington-the coolest little capital in the world

Eigentlich sollte unser Weg direkt nach Wellington, der Hauptstadt Neuseelands, führen. Da wir jedoch erst für später eine Fähre gebucht hatten (8.1. um halb 3 nachts), sind wir noch durch Taranaki und vieele kleine Orte gefahren. Taranaki ist eine Region im Westen Neuseelands. Hier kann man den Mount Taranaki zumindest bei gutem Wetter kaum übersehen. Mount Taranaki ist ein 2518m hoher Vulkan, der auch als Mount Egmont bekannt ist. Zu dem Vulkan gibt es auch eine Geschichte. Alle Berggötter, also Taranaki, Ruapehu, Ngauruhoe und Tongariro lebten viele Jahre zusammen im Zentrum der Nordinsel, bis es zu einem Streit zwischen Tongariro und Taranaki kam. Dieser Streit handelte von der Liebe der beiden zur Pihanga (ebenfalls Vulkanberg), welche sich letztendlich für Tongariro entschied, weshalb Taranaki traurig die Berge verließ und zur Küste zog.
Gleich am Mount Taranaki lagen die Dawson Falls, welche wir nach langer Suche an unserem zweiten Tag erreicht haben. Danach sind wir von New Plymouth, welches die größte Stadt von Taranaki ist, den Surf Highway 45 bis nach Wanganui gefahren. Auf dieser Strecke haben wir viele Zwischenstopps gemacht, da es sehr viele schöne Strände und zwei Leuchttürme zu sehen gab. 

Mt. Taranaki
Dawson Falls



schwarze Sanddünen

Da die Fahrt länger als geplant gedauert hat sind wir erst nach 10 Uhr auf dem Campingplatz angekommen. Wir hatten echt Glück, dass wir dort noch hingefahren sind, denn morgens haben wir dort Laurie und Jan kennengelernt, ein älteres Ehepaar, welches gerade zwei Freunden ihre Heimat gezeigt hat. Nach einer netten Unterhaltung und lecker Tee und Keksen haben die beiden uns zu sich nach Hause eingeladen, was uns gerade recht war, da wir eigentlich noch nicht nach Wellington wollten, weil es dort recht teuer ist. Doch zuerst sind wir nach einer weiteren langen Fahrt durch Palmerston North, Masterton und wieder jede Menge kleinerer Orte zur Palliser Bay gefahren, wo wir die Putangirua Pinnacles besichtigt haben. Auf dem Weg zurück sind wir wieder an ein paar Stränden vorbeigefahren, die ich definitiv als Traumstrände bezeichnen würde: türkisfarbenes Wasser und schwarzer Sand. Danach ging als also zur Kapiti Coast, wo Laurie und Jan wohnen. Als wir das Haus endlich gefunden hatten, waren wir überwältigt, denn es war riesig und wirklich seehr schön. Am meisten gefreut haben wir uns eigentlich auf das Bett, denn wir schlafen seit einigen Wochen im Kofferraum unseres Autos, ohne Matratze...:D Aber auch das Essen, u.a. ein „German Breakfast“, war sehr lecker und die beiden haben sich sehr liebevoll um uns gekümmert. Die Stimmung war, als würden wir sie schon ewig kennen und deswegen fiel uns der Abschied am nächsten Morgen auch nicht so leicht. Da wir immer willkommen sind, werden wir die beiden vielleicht auf unserem Rückweg nach Auckland am Ende unserer Reise wieder besuchen.

Kiwi bird :P

Putangirua Pinnacles
                                    
Palliser Bay

Kapiti Island

Wellington begrüßte uns dann nicht gerade von seiner besten Seite, jedoch hatte ich es mir deutlich windiger vorgestellt. Regen und dicke Wolken vermiesten uns morgens an unseren beiden Tagen hier ein wenig die Stimmung. Trotzdem haben wir die wichtigsten Sachen besichtigt: die Parliament Buildings, das Museum Te Papa (2 mal, weil es uns so gut gefallen hat), die Cable Cars, Teile des botanischen Gartens und das Lookout am Mount Victoria (jaja wir sind mal wieder gefahren:D). Das Te Papa Tongarewa ist ein riesiges Museum (Neuseelands Nationalmuseum), in dem es sooo viel zu sehen gibt, dass wir auch nach zwei Besuchen wahrscheinlich immer noch nicht alles gesehen haben. Auf sechs Ebenen lernt man viel über die Entstehung des heutigen Neuseelands, einheimische Tiere, die Maori Kultur, aber auch über viele andere Kulturen und Dinge, die ich jetzt nicht alle aufzählen kann:D Oft gibt es auch Sonderausstellungen, bei uns war es eine über Air New Zealand, von der wir sehr begeistert waren. Wir haben unser eigenes Flugzeug entworfen, sind mit einem Flugsimulator „geflogen“ uvm. Die Wellington Cable Car ist eine Standseilbahn, die täglich hunderte Male eine 610m lange Strecke zurücklegt und somit das Stadtzentrum mit einem anderen Stadtteil verbindet.
Außerdem haben wir „The Weta Cave“ besucht, ein Film“museum“, wo sich alles um die Entstehung von Avatar, Hobbit, Herr der Ringe usw. dreht. Jedoch war uns die Tour zu teuer und man durfte kaum Fotos schießen.
An unserem letzten Abend haben wir uns dann noch mit Andrea und Tobi getroffen, die wir in Tauranga kennengelernt haben. 

City Gallery, Civic Square


Parlamentsgebäude

Te Papa Museum




Cable Cars


Mt. Victoria

Weta Cave




am Hafen

Nun wo wir auf der Südinsel angekommen sind (morgens um 6 in Picton) wohnen wir bis zum 11. bei einer HelpX-Familie. In der Nähe des City Centers von Nelson leben wir zusammen mit Kirsten, Steve und ihren drei Kindern Luke(6), Jude(3) und Olive(6 Wochen). Die Kinder sind total süß:) Am 11. starten wir dann den Abel Tasman Coastal Track. Es erwarten uns über 54 Kilometer Wanderung, größtenteils entlang wunderschöner Strände, also seid gespannt!:P