Freitag, 9. Januar 2015

Windy Wellington-the coolest little capital in the world

Eigentlich sollte unser Weg direkt nach Wellington, der Hauptstadt Neuseelands, führen. Da wir jedoch erst für später eine Fähre gebucht hatten (8.1. um halb 3 nachts), sind wir noch durch Taranaki und vieele kleine Orte gefahren. Taranaki ist eine Region im Westen Neuseelands. Hier kann man den Mount Taranaki zumindest bei gutem Wetter kaum übersehen. Mount Taranaki ist ein 2518m hoher Vulkan, der auch als Mount Egmont bekannt ist. Zu dem Vulkan gibt es auch eine Geschichte. Alle Berggötter, also Taranaki, Ruapehu, Ngauruhoe und Tongariro lebten viele Jahre zusammen im Zentrum der Nordinsel, bis es zu einem Streit zwischen Tongariro und Taranaki kam. Dieser Streit handelte von der Liebe der beiden zur Pihanga (ebenfalls Vulkanberg), welche sich letztendlich für Tongariro entschied, weshalb Taranaki traurig die Berge verließ und zur Küste zog.
Gleich am Mount Taranaki lagen die Dawson Falls, welche wir nach langer Suche an unserem zweiten Tag erreicht haben. Danach sind wir von New Plymouth, welches die größte Stadt von Taranaki ist, den Surf Highway 45 bis nach Wanganui gefahren. Auf dieser Strecke haben wir viele Zwischenstopps gemacht, da es sehr viele schöne Strände und zwei Leuchttürme zu sehen gab. 

Mt. Taranaki
Dawson Falls



schwarze Sanddünen

Da die Fahrt länger als geplant gedauert hat sind wir erst nach 10 Uhr auf dem Campingplatz angekommen. Wir hatten echt Glück, dass wir dort noch hingefahren sind, denn morgens haben wir dort Laurie und Jan kennengelernt, ein älteres Ehepaar, welches gerade zwei Freunden ihre Heimat gezeigt hat. Nach einer netten Unterhaltung und lecker Tee und Keksen haben die beiden uns zu sich nach Hause eingeladen, was uns gerade recht war, da wir eigentlich noch nicht nach Wellington wollten, weil es dort recht teuer ist. Doch zuerst sind wir nach einer weiteren langen Fahrt durch Palmerston North, Masterton und wieder jede Menge kleinerer Orte zur Palliser Bay gefahren, wo wir die Putangirua Pinnacles besichtigt haben. Auf dem Weg zurück sind wir wieder an ein paar Stränden vorbeigefahren, die ich definitiv als Traumstrände bezeichnen würde: türkisfarbenes Wasser und schwarzer Sand. Danach ging als also zur Kapiti Coast, wo Laurie und Jan wohnen. Als wir das Haus endlich gefunden hatten, waren wir überwältigt, denn es war riesig und wirklich seehr schön. Am meisten gefreut haben wir uns eigentlich auf das Bett, denn wir schlafen seit einigen Wochen im Kofferraum unseres Autos, ohne Matratze...:D Aber auch das Essen, u.a. ein „German Breakfast“, war sehr lecker und die beiden haben sich sehr liebevoll um uns gekümmert. Die Stimmung war, als würden wir sie schon ewig kennen und deswegen fiel uns der Abschied am nächsten Morgen auch nicht so leicht. Da wir immer willkommen sind, werden wir die beiden vielleicht auf unserem Rückweg nach Auckland am Ende unserer Reise wieder besuchen.

Kiwi bird :P

Putangirua Pinnacles
                                    
Palliser Bay

Kapiti Island

Wellington begrüßte uns dann nicht gerade von seiner besten Seite, jedoch hatte ich es mir deutlich windiger vorgestellt. Regen und dicke Wolken vermiesten uns morgens an unseren beiden Tagen hier ein wenig die Stimmung. Trotzdem haben wir die wichtigsten Sachen besichtigt: die Parliament Buildings, das Museum Te Papa (2 mal, weil es uns so gut gefallen hat), die Cable Cars, Teile des botanischen Gartens und das Lookout am Mount Victoria (jaja wir sind mal wieder gefahren:D). Das Te Papa Tongarewa ist ein riesiges Museum (Neuseelands Nationalmuseum), in dem es sooo viel zu sehen gibt, dass wir auch nach zwei Besuchen wahrscheinlich immer noch nicht alles gesehen haben. Auf sechs Ebenen lernt man viel über die Entstehung des heutigen Neuseelands, einheimische Tiere, die Maori Kultur, aber auch über viele andere Kulturen und Dinge, die ich jetzt nicht alle aufzählen kann:D Oft gibt es auch Sonderausstellungen, bei uns war es eine über Air New Zealand, von der wir sehr begeistert waren. Wir haben unser eigenes Flugzeug entworfen, sind mit einem Flugsimulator „geflogen“ uvm. Die Wellington Cable Car ist eine Standseilbahn, die täglich hunderte Male eine 610m lange Strecke zurücklegt und somit das Stadtzentrum mit einem anderen Stadtteil verbindet.
Außerdem haben wir „The Weta Cave“ besucht, ein Film“museum“, wo sich alles um die Entstehung von Avatar, Hobbit, Herr der Ringe usw. dreht. Jedoch war uns die Tour zu teuer und man durfte kaum Fotos schießen.
An unserem letzten Abend haben wir uns dann noch mit Andrea und Tobi getroffen, die wir in Tauranga kennengelernt haben. 

City Gallery, Civic Square


Parlamentsgebäude

Te Papa Museum




Cable Cars


Mt. Victoria

Weta Cave




am Hafen

Nun wo wir auf der Südinsel angekommen sind (morgens um 6 in Picton) wohnen wir bis zum 11. bei einer HelpX-Familie. In der Nähe des City Centers von Nelson leben wir zusammen mit Kirsten, Steve und ihren drei Kindern Luke(6), Jude(3) und Olive(6 Wochen). Die Kinder sind total süß:) Am 11. starten wir dann den Abel Tasman Coastal Track. Es erwarten uns über 54 Kilometer Wanderung, größtenteils entlang wunderschöner Strände, also seid gespannt!:P



Freitag, 2. Januar 2015

Beautiful Taupo!

Nach einigen Tagen in Rotorua führte unsere Route also weiter nach Taupo.
Taupo liegt am größten See des Landes, Lake Taupo, der durch die Bewegungen unter der Erdoberfläche entstand. Die meisten der geologischen Besonderheiten sind also durch die Taupo-Vulkanzone entstanden, welche sich bis Rotorua und noch weiter zieht.
Lake Taupo und die Vulkane des Tongariro Nationalparks

Hier wohnen wir auf einem kostenlosen Campingplatz direkt am Waikato River, welcher Neuseelands längster Fluss ist und hier in Taupo dem gleichnamigen See entspringt. Zur Zeit leider noch ohne Zelt, aber unser Auto ist durch tägliche mühevolle Umbauarbeit auch zum schlafen geeignet:D
Waikato River
 Am ersten Tag sind wir direkt zu den Huka Falls gefahren, da das Wetter ganz okay war und für die nächsten Tage nicht so gut gemeldet war. Kam natürlich alles ganz anders, was dazu führte, dass wir an unserem zweiten Tag eine Mountainbike-Tour entlang des Waikato Rivers und der Huka Fälle bis zu den Aratiatia Rapids gemacht haben. An den Huka Falls drängt sich der Waikato River durch eine enge Schlucht 10 Meter in die Tiefe. Ich muss sagen, dass die Strecke meiner Meinung nach für uns ("Ab-und-zu-Fahrradfahrer") zu anspruchsvoll war, weswegen wir auch öfters mal das Rad schieben mussten und ich auch einmal hingefallen bin-ja, sah bestimmt sehr witzig aus;). Den Berg mit vollem Tempo runterzurasen war natürlich schon toll, jedoch das ganze wieder hochzufahren war dann das Problem:D Nach zwei Stunden sind wir dann an den Aratiatia Rapids angekommen und haben uns dort die Öffnung der Schleusentore der Talsperre angeschaut, was das zuvor Unscheinbare zu einem echten Highlight werden ließ.

Huka Falls


Aratiatia Rapids



Außerdem waren wir schon im SPA-Park, wo heißes Thermalwasser auf das kalte Wasser des Waikato trifft und man baden gehen kann, und in einem sehr schönen botanischen Garten. Danach haben wir uns noch kurz am Ufer des Lakes gesonnt und sind zur Acacia Bay gefahren, welche nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist.
im botanischen Garten

Lake Taupo

Acacia Bay leider bei schlechtem Wetter

Silvester haben wir bei Regen zuerst mit ein paar Leuten auf dem Campingplatz verbracht. Später sind wir dann pünktlich zum Feuerwerk um 00:00Uhr zum Seeufer gegangen und waren danach noch in einem Pub feiern.

Gestern stand dann das gefürchtete Tongariro Alpine Crossing an. Der Tongariro Nationalpark ist der älteste Nationalpark Neuseelands. Im Park befinden sich die drei aktiven Vulkanberge Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu. Der Ruapehu ist mit 2797m der höchste der drei Vulkane. Ehrlichgesagt hatte ich mir die 19,4km lange Strecke zuerst nicht zugetraut, nachdem was man von manchen Leuten gehört hat, muss jedoch nun sagen, dass ich mir die Wanderung viel schwieriger und anstrengender vorgestellt hatte. Natürlich gab es sehr anstrengende Stellen, wie den für uns endlosen Devil's Staircase (Treppenhaus des Teufels). Nachdem man diese Treppen bewältigt hatte kam man zum Ngauruhoe, besser bekannt als Mt. Doom oder Schicksalsberg aus Herr der Ringe. Eigentlich wollten wir dort auch noch hoch wandern, leider spielte aber anfangs das Wetter nicht mit. Highlight für mich waren eindeutig die Emerald Lakes, für die man erst mal einen sehr steilen Berg hoch und dann direkt wieder runter”gehen” (eher rutschen) musste. Danach kam man vorbei am Blue Lake. Die letzten 11km (ca.) gingen dann nur noch bergab, was meiner Meinung nach viel schlimmer war als die Treppen und jeder andere steile Berg, den man bezwingen musste. Wir haben die Wanderung zusammen mit Anna und Justin und noch einer anderen Anna gemacht und haben ca. 7:40h gebraucht (dank etlicher Pausen:D). Alles in allem würde ich sagen, dass das Crossing bis jetzt mein Highlight Nr.1 auf unserer bisherigen Reise war. 




Mount Doom, Schicksalsberg


Anna und ich





Blue Lake

Emerald Lakes




 
Jetzt freue ich mich umso mehr auf die Südinsel, wohin uns die Fähre am 8.1. bringt. Gleich fahren wir dann weiter nach New Plymouth und in den nächsten Tagen nach Wellington.