Sonntag, 30. November 2014

Bay Of Plenty: Tauranga



Weiter ging es also nach Tauranga...an einem sehr verregneten Tag, welcher uns anscheinend zeigen sollte, wie es hier auch in den nächsten Wochen aussehen wird.
Eigentlich wollten wir nur zwei bis drei Tage hier bleiben, doch dann haben wir einen Job gefunden und endlich ein Auto gekauft. Der Autokauf war dann doch spontaner als gedacht, ich war von uns selbst überrascht, aber ich denke das geht hier auch nicht anders:D Unser -hoffentlich- treuer Gefährte ist ein 15 Jahre alter Subaru Legacy, in dem wir wahrscheinlich auch die ein oder andere Nacht verbringen werden.
im City Center

Wir haben auf Kiwiplantagen in der Umgebung von Tauranga gearbeitet, wo wir entweder die Knospen aufgrund einer Krankheit der Pflanzen namens PSA zerdrücken (tipping), schneiden Äste ab oder wir pflücken die unförmigen Blüten/Früchte (?) (bud thinning) von den Bäumchen. Manchmal geht dabei auch was schief, v.a. bei mir hab ich das Gefühl:D, wie z.B. wenn wir unseren Supervisor nicht richtig verstehen, Äste ausversehen abbrechen usw. Leider können wir aufgrund des Wetters nur selten arbeiten (man darf bei Regen nicht arbeiten). Wenn es dann doch mal klappt arbeiten wir von halb 8 bis halb 5. Zwischendurch haben wir auch schon Avocados gepflückt, was definitiv unser bester Arbeitstag war. Das Abschneiden der Avocados von den Bäumen war locker und Sue, der das Feld gehört hat, hat uns Scones und Schokokuchen gebacken, es gab Eis und am Ende des Tages noch Bier :) Um vier Tage im Hostel finanziert zu bekommen haben wir an einem Tag bei einem 'Freiwilligenprojekt' namens Kuaka geholfen und über 850 Flachspflanzen in Töpfe gepflanzt. Kuaka kümmert sich um den Wiederaufbau von Wäldern bzw. der ganzen neuseeländischen Natur und versucht ihre Werte durch Freiwilligenprojekte bzw. Arbeit mit Schulen anderen Menschen nahezulegen.

Wenn wir dank des Wetters nicht den ganzen Tag im Hostel verbringen und Karten spielen, Musik hören, fernsehen oder tanzen (! :D) sondern auch mal einen guten freien Tag erwischen fahren wir des öfteren zum Mount Manganui, was nicht weit von hier entfernt ist. Dort kann man entweder den ganzen Berg hochwandern, was wir auch schon gemacht haben(war recht anstrengend:D), am Fuß des Bergs rundherumlaufen, was meiner Meinung nach viel schöner war oder sich einfach an den wunderschönen Strand legen. Letzteres endete für mich einmal leider mit einem sehr bösen Sonnenbrand, aber ich habe daraus gelernt:D Das Wasser ist echt noch richtig kalt aber nach unserem Aufstieg auf den Mount konnten wir uns diese Abkühlung nicht entgehen lassen. Außerdem waren wir auch schon an den Kaiate Falls und mit Freunden aus unserem Hostel an den Mclaren Falls. Leider gibt es hier sonst nicht so viel zu sehen, aber es lohnt sich definitiv öfter zu den Sehenswürdigkeiten zu fahren. Vor einigen Tagen wollten Janina, Giulia und ich zu einem Lookout fahren, das wir dann jedoch niemals gefunden haben. Als wir ein Schild mit “Walkway” sahen, dachten wir, dass wir richtig wären. Falsch gedacht, nach über 200 Treppenstufen kamen wir oben an und sahen...genau NICHTS...außer einer Wiese mit einer Bank drauf. Das war wohl das Highlight der Woche. Einen Tag später waren wir dann noch am Owharoa Wasserfall und in der Karangahake Gorge eine Wanderung machen, wo man durch viiiiel Wald und eine Höhle mit Glühwürmchen kam (welche blau leuchten), an einem Fluss entlanglief und über einige Hängebrücken gehen musste. Danach sind wir dann zum Waihi Beach gefahren. Eigentlich wollten wir schwimmen gehen, doch das Wasser war uns mal wieder zu kalt. Jedoch war der Strand ein Paradies für Muschelsammler...natürlich hab ich auch ein paar mitgenommen:) Dort haben wir dann auch eine deutsche Bäckerei gefunden-wir hatten uns schon auf normales Brot gefreut, da es hier fast nur Toast gibt-doch leider hatte sie schon geschlossen.
auf dem Weg zu den Kaiate Falls

Kaiate Falls

Mt Manganui-unser Lieblingsort

Simon, Tom, ich, Felix, Janina, Miri, Andrea, Giulia, Torben

nach dem anstrengenden Aufstieg

Aussicht vom Mount


auf dem Weg um den Mount herum


Ich, Andrea, Miri, Janina, Giulia

McLaren Falls


Owharoa Falls
Wanderung Karangahake Gorge


noch das beste Bild, das ich von den Glühwürmchen schießen konnte


eine der Hängebrücken



Waihi Beach



Abends sitzen wir hier zusammen und schauen Filme, trinken was (eigentlich viiiel zu teuer) oder gehen auch manchmal aus. Wir sind hier eine große Gruppe zusammengemischt aus Deutschen, Franzosen, Dänen, Italiener, Iren, Slowenen usw.. Die meisten sind wie wir wegen der Arbeit länger hier in Tauranga. 

 
Außerdem haben wir uns hier auch schon mit Yannick getroffen.
Leider meint es Neuseeland anscheinend nicht so gut mit uns und unser Job hat ohne Grund einfach geendet. Da das Geld langsam knapp wird haben wir für zwei Tage auf einem kiwi orchard Blüten gepflückt und wurden auf Kilogramm bezahlt. Eigentlich wollten wir das vermeiden, weil wir wussten dass es nicht gerade viel Geld einbringt, aber es war okay. Am ersten Tag habe ich 9,7kg gepflückt und gestern 10,7kg. 
Arbeit auf dem Kiwi orchard
 
Morgen fahren wir dann nach Whakatane und schauen uns dort nach einem Job um. Das Leben hier ist einfach zu teuer und wir werden in den nächsten Wochen, falls wir keinen Job mehr finden, wwoofen und campen.
Heute Abend feiern wir dann Andreas Geburtstag und unseren Abschied.

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