Weiter
ging es also nach Napier bzw. Hastings.
Der
Grund warum wir diese beiden Ziele übersprungen haben war, dass wir
hier in Hastings eigentlich eine Jobzusage hatten. Da gerade
Hauptsaison für viele Früchte ist und somit viel zu viele
Backpacker hier sind, haben wir nur mit viel Glück und nach
etlichen Telefonaten am ersten Abend ein Hostel gefunden. Nachdem
wir einen Vertrag auf einer Apfelplantage unterschrieben hatten,
haben wir jedoch leider nie wieder etwas von dem Manager gehört.
Also machten wir uns wieder auf die Suche nach einem Job. Nach
wenigen Tagen voller Wut auf den Arbeitgeber und Verzweiflung haben
wir dann endlich wieder einen Job gefunden. Wir arbeiten auf einem
Apfel orchard, wo wir thinning machen. D.h. wir pflücken zu kleine,
verformte, überflüssige oder zerstörte Äpfel von den Bäumen,
dass die schönen und großen mehr Platz haben zu wachsen und mehr
Sonne abbekommen. Ca. die Hälfte der Arbeitszeit (9h) verbringen wir
auf Leitern (nicht unbedingt mein favourite), um auch die oberen Äste
zu erreichen. Die Arbeit ist körperlich recht anstrengend und wenn
es sehr warm ist oder viel regnet ist es sehr unangenehm (wir konnten
uns noch nicht festlegen was letztendlich schlimmer war). Hier in der
“Sunny Hawke's Bay” werden aufgrund des guten Klimas und des
fruchtbaren Bodens viel Wein und sehr viele Früchte angebaut, neben
Äpfeln auch Blaubeeren, Erdbeeren, Pfirsiche, Kirschen usw..
Aber
nun genug von Arbeit geredet. An unserem ersten Tag erkundeten wir
also Napier, eine wunderschöne Stadt am Meer mit Art-Deco Häusern,
die nach einem Erdbeben 1931 errichtet wurden und hier als "alt"
gelten(:D). Aufgrund der Architektur gilt Napier auch als “art deco
capital”. Giulia und ich waren direkt verliebt in diese Stadt und
haben sie deshalb schon des öfteren besucht (u.a. heute zum
Weihnachtsshopping;)). Wir leben momentan in Hastings, der
“Nachbarstadt” von Napier. Hier gibt es wieder mal leider nicht
allzu viel zu sehen. Bis jetzt haben wir in Havelock North den Te
Mata Peak besichtigt (natürlich sind wir mit dem Auto
hochgefahren:D), von wo aus man eine tolle Sicht über die Umgebung
hat und bei gutem Wetter, das wir zum Glück hatten, sogar bis zu den
Gipfeln der Vulkane (Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu)
des Tongariro National Parks sehen kann. Außerdem waren wir schon
zwei mal am Cape Kidnappers, wo hohe Klippen das Meer umranden,
konnten jedoch beim ersten Besuch aufgrund der Gezeiten nicht bis zum
Ende laufen. Das haben wir dann heute nachgeholt und es hat sich echt
gelohnt, auch wenn der Rückweg bei dieser Hitze endlos schien. Wir
sind über 18km weit am Strand entlang gewandert und am Ende auf
einen Berg, wo sich eine der Tölpel-Kolonien, für die die Halbinsel
bekannt ist, aufhält. Des Weiteren haben wir uns schon die
Maraetotara-Wasserfälle angesehen. Dort sind wir mithilfe eines an
einem Baum befestigten Seils hineingesprungen:) Danach haben wir noch
mit Lukas und Flo, zwei Jungs aus Köln, den Ocean Beach besucht.
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| Napier |
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| Te Mata Peak |
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| Cape Kidnappers |
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| Tölpel-Kolonie |
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| Maraetotara Falls |
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| Ocean Beach |
Nach
einer Woche in einem kleinen Hostel sind wir dann zu Tom gezogen,
welcher ein Zimmer in seiner Wohnung vermietet und sogar Deutsch
spricht.
Morgen
und übermorgen werden wir dann noch unsere letzten Arbeitstage
hinter uns bringen und dann endlich für Weihnachten nach Rotorua
fahren. Dort treffen wir uns mit Felix und Torben wieder. Silvester
werden wir dann in Taupo verbringen, wo wir u.a. das Tongariro
Crossing machen wollen. So richtig in Weihnachtsstimmung sind wir bei
ca. 27 Grad leider noch nicht wirklich. In Hastings ist aber auch
leider nichts dekoriert, da hat man sich in Napier wenigstens ein
wenig Mühe gegeben; uns hat's gefallen:)
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