Freitag, 2. Januar 2015

Immer der Nase nach - Rotorua

Rotorua liegt an der Südküste des gleichnamigen Sees und ist v.a für die geothermalen Aktivitäten und die Maori-Kultur bekannt. Hier gibt es (sogar in der Stadt) etliche brodelnde Schlammtümpel und heiße Quellen und fast überall, wo man hinsieht qualmt es. Unterwegs haben wir noch an den Waipunga-Wasserfällen angehalten.
Waipunga Falls

 Sehr gut zu sehen waren diese geothermischen Aktivitäten im Wai-O-Tapu Thermal Wonderland, welches wir auf unserem Hinweg an Weihnachten besucht haben. “Waiotapu” bedeutet heilige Wasser und kommt aus der Sprache der Maori. Am Eingang wurden wir direkt von dem für diese Umgebung typischen Schwefelgeruch begrüßt. Faszinierend waren vor allem die vielen unterschiedlichen Farben, die man im ganzen Thermalgebiet sehen konnte. Daher kommt auch der Name ,"Artist's Palette" ,einer der ersten Pools, wessen Farben (druch die enthaltenen Minerale) sich aufgrund unterschiedlicher Windrichtungen bzw. des Wasserstandes ändern. Leider konnte man die Farben des Champagne Pools, auf welchen wir uns eigentlich am meisten gefreut haben, nicht so gut erkennen, da der Qualm uns die ganze Sicht versperrte. Der Champagne Pool ist die größte Quelle der Umgebung ; er ist 62m tief und hat einen Durchmesser von 65m. Leider haben wir den Lady-Knox-Geysir verpasst und mussten so zwei Tage später wieder dorthin fahren. Es hat sich aber definitiv gelohnt! Der Geysir wird täglich mit Hilfe von Seife zum Ausbrechen gebracht und kann bei Ausbruch bis zu 20m hoch werden. Neben dem Geysir, heißen und kalten Seen/Quellen und Mud Pools gab es auch etliche Vulkankrater zu sehen.

Artist's Palette



Champagne Pool


Mud Pool
Lady-Knox-Geysir

 
Außerdem haben wir den Kuirau Park besucht, wo ebenfalls einige Mud Pools und Tümpel zu sehen waren, wenn nicht gerade alles hinter Dampfwolken verschwindet. Vor einigen Jahren wurde der Park durch ein Vulkanausbruch unter Schlamm begraben, was sein jetziges Bild geprägt hat. An unserem zweiten Tag waren wir dann in den Government Gardens, wo das eindrucksvolle Gebäude des Rotorua Museums, welches früher das “Bath House” war, vorzufinden ist. Neben vielen bunten Rosen sind auch hier dampfende Thermalteiche zu sehen. Des weiteren waren wir an der Kerosene Creek, wo wir kurz baden waren (war mir zu warm:D) und danach zusammen mit Felix und Torben in Whakarewarewa (The Living Maori Village), welches ein Geothermalfeld nahe der Stadt ist. Der volle Name lautet Te Whakarewarewatanga O Te Ope Taua A Wahiao, was so viel wie “Der Versammlungsplatz für die Kriegszüge von Wahiao” bedeutet. Dort erfährt man bei einer geführten Tour durch ein Dorf und einer Aufführung typischer Tänze, Lieder usw. mehr über die Kultur der Maori und bekommt gleichzeitig wieder heiße Seen und Schlammtümpel zu sehen. Uns wurde u.a. gezeigt, wo das Essen, bzw. ein hangi (Festessen) zubereitet wird, wofür die aus dem Boden kommende Wärme genutzt wird, und wo sich das “Badezimmer” befindet. Von dort aus konnte man auch zwei Geysire sehen. Der Pohutu ist Neuseelands größter Geysir und kann zwischen 10 und 40 Metern hoch Wasser in die Luft sprühen.
Whakarewarewa


hier wird das Essen gegart

Badewannen




Versammlungshaus


stick games


poi dancing


Pohutu Geysir
 
Kuirau Park

Government Gardens





Die Redwoods, die wir ebenfalls besucht haben, sind bekannt für die guten Mountain Bike Strecken, jedoch wollten Giulia und ich den Wald zu Fuß erkunden, was in einer nur knapp 20minütigen Wanderung endete. Danach sind wir dann noch zum Blue Lake. Kalifornische Redwoods haben wir auch bei den Hamurana Springs gesehen, wo es die tiefste Frischwasserquelle Neuseelands zu sehen gibt. Sie produziert ca. 4 Millionen Liter Wasser pro Stunde.
Redwoods


Hamurana Springs


An Weihnachten waren wir mittags, wie schon erwähnt, unterwegs und in Wai-O-Tapu und abends dann seeeehr lecker italienisch Essen. Das Essen war eine echte Abwechslung und hat uns sehr gut getan:) Danach stieg im Hostel eine kleine Party mit kostenlosem Punsch. Am 25., an dem man hier Weihnachten feiert, gab es mittags für alle BBQ und abends wieder jede Menge...Lärm:P weshalb wir später noch in eine Bar gegangen sind.

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